Fußball als Völkerverständigung

Mit den Erinnerungen an eine schöne, eine bessere Zeit, ich spreche hier von den grandiosen WM-Wochen vor vier Jahren hier in deutschen Landen, startet die ganze Welt voller Begeisterung in die nächste Fußball-Weltmeisterschaft. Während Fans aller Länder auf dem gesamten Erdball ihre Fußball-Fahnen schwingen, Parolen in die Stadien schmettern und Schiedsrichtern schlechte Sehfähigkeitsdiagnosen stellen, steigert sich die Vorfreude auf den ersten Anpfiff der Meisterschaft auf ein vorweihnachtliches Niveau.

Auch die allgemeine Freude an der Welt hinter dem heimischen Tellerrand erlebt ein Revival, wie es nur zu so solch großen Anlässen der Fall ist.

Die Lust am jeweils neusten Gastgeberland steigt kontinuierlich und selbstverständlich will jeder die Chance nutzen sein Heimatland so gut wie möglich zu präsentieren. Nicht umsonst besteht neben dem Ringen um den Titel „Weltmeister des Fußballs“ auch der heimliche Kampf um den „Weltmeister der Herzen“, den wir vor vier Jahren mal eben erfunden und uns rundweg selbst verliehen haben. Mit der Erfindung dieses Ehrenpreises kann man zugleich hoffen, die Klientel des aggressiven, stark alkoholisierten Fans und seine noch schlimmeren Verwandten, die Hooligans, aus den Stadien der Welt verbannt zu haben. Ein schöner Gedanke, der vielleicht mithilfe einiger voranschreitender, guter Beispiele in die Tat umgesetzt werden könnte.

Doch  nicht nur im Stadion, sondern auch vor den Fernsehgeräten daheim und in den zahlreichen Kneipen vereinen sich Fremde zu einer Masse von Fans.

Während man also den Fußball genießt und seine geliebte Mannschaft besingt, entdeckt man nebenbei andere Länder und andere Sitten, leidet mit den Verlierern und feiert die glücklichen Sieger. Verbrüderung passiert schnell und manchmal herrscht auch die Devise: Hauptsache es gewinnt am Ende nicht der, gegen den wir verloren haben.

Somit bleibt am Ende eigentlich nur noch zu sagen: SCHLAAAND! OHH SCHLAAAAAAND!