Antikenfestspiele kehren zurück

Zwei Jahre hat es gedauert, nun hat Trier seine Antikenfestspiele wieder: Nach der aus finanziellen Gründen eingelegten Zwangspause im vergangenen Jahr erwartet uns in diesem Sommer ein Theaterfestival erster Güte. Die Aufführungen finden diesmal vom 25. Juni bis zum 18. Juli im Amphittheater sowie den Viehmarktthermen und dem Landesmuseum statt.
Voraussetzung für die Wiederaufnahme war unter anderem, die inhaltliche Ausrichtung der Antikenfestspiele neu zu definieren. So sollen zukünftig vor allem „vergessene Meisterwerke“ in den Spielplan aufgenommen werden. Das Programm verspricht in der Tat, den hohen Erwartungen an die Rückkehr des Festivals gerecht zu werden: Am 27. Juni feiert „Ödipus/ Antigone“ Premiere, aufgeführt vom Schauspiel Frankfurt. Weiterhin erwarten uns mit „Nerone“ eine Oper, mit „Fragmente der Liebe“ eine szenische Lesung unter Mitwirkung von Corinna Harfouch, mit „Die Aeneis“ ein theaterpädagogisches Projekt von Trierer Bürgern, sowie ein Konzert des Trierer Philharmonischen Orchesters in Zusammenarbeit mit dem Orchestre Nationale de Lorraine.
Zur Eröffnung der Festspiele am 25. Juni veranstaltet die Universität Trier in Kooperation mit dem Stadttheater – wie in den vergangenen Jahren - ein Symposium im Landesmuseum, diesmal zum Thema „Faszination Eros & Macht“. Hierzu sind übrigens nicht nur Akademiker willkommen, im Gegenteil: Neben den Fachvorträgen wird es Werkstattgespräche, Diskussionsrunden und eine umfassende gastronomische Versorgung geben. Schauspieler des Stadttheaters werden an einer szenischen Aufführung von Plato‘s „Symposion“ beitragen. Highlight des Festivals dürften aber die Großveranstaltungen im Amphitheater werden. Wohl nicht zuletzt dank der jeweils parallel angebotenen kulinarischen Untermalung.
Bei schlechtem Wetter will man unter anderem in die Arena ausweichen. Shuttlebusse sollen den Verkehr zwischen den verschiedenen Veranstaltungsorten erleichtern.
Kurzum, nach dem enttäuschenden Ausfall im letzten Jahr darf man sich auf ein erfrischend neues Programm freuen – und auf gutes Wetter hoffen. Karten können über die festivaleigene Webseite (und weiterführende Links) bestellt werdem – leider zu wenig studentenfreundlichen Preisen. So kosten beispielsweise die Karten für Nerone selbst in der günstigsten Kategorie noch 40,oo Euro. Die Vorverkäufe sind trotz der teilweise hohen Preise nach eigenen Angaben dennoch gut angelaufen