Glück auf im Moselland

Auf der Suche nach dem „schwarzen Gold“ der Eifel – das Besucherbergwerk in Fell

Was den Friesen ihr Reet, ist den Eiflern der Schiefer. Fast jeden Tag sehen wir die schwarzen Dächer der Eifelhäuser. Aber woher kommt das „schwarze Gold“?

Der Förderverein Besucherbergwerk Fell e.V. lädt euch herzlich dazu ein herauszufinden, wie das beliebte Schwarz gefördert und verarbeitet wurde.
Der Stollen „Hoffnung“ als Eingang und der Stollen „Barbara“ als Ausgang, bilden das Besucherbergwerk „Barbara-Hoffnung“, welches zwischen Fell und Thomm im Nosserntal liegt und durch den Förderverein Besucherbergwerk Fell e.V. betreut wird. Der Bergwerkkomplex kann sowohl über Tage, als auch unter Tage erkundet werden. Über Tage kann beispielsweise das Bergwerkmuseum „Stein und Wein“ besucht werden, in dem zahlreiche Geräte aus dem Schieferbergbau und dem Weinbau gemeinsam ausgestellt sind.

Das Museum ist, wie auch die Lehr- und Wanderpfade (Grubenpfade), welche an zahlreichen Informationstafeln und Stollen vorbeiführen, kostenfrei zugänglich und daher ein Geheimtipp für alle Studierenden.

Mit dem Fachmann in die Tiefe

Alle Wanderungen sind zudem ebenfalls mit einem fachkundigen Führer buchbar und können ein- bis drei Stunden dauern. Die Demonstration alter Handwerkstechniken und  Gerätschaften zur Bearbeitung des Schiefers erfolgt ebenfalls bei Tageslicht und begeistert Technikfans. Für alle die lichtscheu sind oder es gerne kühl mögen, bietet sich eine Grubenführung an, um die Atmosphäre der schaurig schönen Schieferstollen selbst zu erleben. Eine Grubenführung dauert etwa eine Stunde und führt durch beide bereits oben erwähnten Stollen. Die Eintrittspreise sind mit 5,95 € für Erwachsene und 3,25 € für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 - 16 Jahren moderat. Bis zum Redaktionsschluss war leider nicht mehr zu klären, ob Studenten zur Klasse der Schüler zählen. Dann würden Studis nämlich nur 2,50 € zahlen.

Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Dem Besucherbergwerk ist ein kleiner „Grubenimbiss“ angeschlossen, in welchem man seine heißgeliebten Pommes, seine Bratwurst, oder seine Cola erwerben kann. Auch der unvermeidliche  Einkaufsshop für Souvenirs fehlt nicht, damit man auch zu Hause seinen schönen Ausflug nach Fell beweisen kann - wer‘s braucht. Das Besucherbergwerk ist vom 1. April bis zum 31. Oktober, sieben Tage die Woche, täglich von zehn bis achtzehn Uhr geöffnet. In den Monaten Dezember bis März ist es aufgrund der in diesem Zeitraum eingelegten Winterpause geschlossen. Wer sich nicht so sehr für Bergwerke interessiert, kann auch den Wein- und Schieferort Fell selbst erkunden. Zahlreiche historische mit, wie könnte es auch anders sein, Schiefer bedeckte Gebäude stehen versprengt in dem kleinen Ort und laden zur Besichtigung ein.

Alles in allem entführt uns das Bergwerk Fell einige Stunden aus unserem studentischen Alltag und zeigt uns eine „Welt in der Welt“, bei der auch die Bewegung nicht zu kurz kommt. Und davon haben wir Studis manchmal weniger, als uns das eigentlich bewusst ist. Also los zum Bergwerk Fell und „Glück auf!“