Europa aktiv mitgestalten

Trierer Jugendliche bauen am „Haus Europa“ mit und suchen Helfer

Die europäische Einigung bringt großartige Chancen, aber sie birgt auch Risiken. Wer trifft die Entscheidungen in Brüssel? Ensteht ein Europa der Konzerne oder ein Europa der Bürger? Was kann Europa gegen Arbeitslosigkeit, Umweltzerstörung, Kriminalität, Ausgrenzung und Rassismus tun?

Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich die Jungen Europäischen Förderalisten (JEF). Die JEF ist eine europapolitische, jedoch parteipolitisch und konfessionell unabhängige  Jugendorganisation mit derzeit fast 3000 Mitgliedern in Deutschland und ca. 30.000 in ganz Europa. Seit fast 60 Jahren setzen die JEF sich für die europäische Idee ein und werben für die Europäische Union.

Gegen den „Euroskeptizismus“

Ziel ist es, dass Interesse und das Engagement der Menschen zu wecken und sie zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der EU zu bewegen. Leichter gesagt als getan: Das Fehlen einer europäischen Identität und von interkultureller Verständigung, fehlende Bürgernähe, intransparente Normen und Gesetzesregelungen und  Demokratiedefizite spielen EU-Kritikern in die Hände. Die Jungen Europäischen Förderalisten fordern daher die Beseitigung politisch-verfassungsrechtlicher Misstände, unter anderen durch die Favorisierung des sogenannten Subsidiaritätsprinzips - das heißt Entscheidungen des Staates werden auf der niedrigst möglichen Ebene getroffen, um die Souveränität der Bürger zu wahren - und eines möglichen Zweikammer-Parlaments für Europa. Als Jugendorganisation liegt den JEF  jedoch vor allem die Förderung eines gesamteuropäischen Bewusstseins bei der jungen Generation am Herzen.

Auch Trier mischt im politischen Kampf für Europa mit: Die JEF Trier ist eine von ca. 80 Sektionen in Deutschland und zählt derzeit zehn aktive Mitglieder. Um die Bürger zu informieren, werden Podiumsdiskussionen, Straßenstände und Vorträge organisiert.

Trierer Sektion aktiv

So war beispielsweise Günther Nonnemacher (FAZ-Herausgeber und Journalist) 2007 in Trier. Hinzu kam eine Fotoausstellung zur Europawoche im vergangenen Jahr an der Universität. Im kommenden Sommer ist eine Fahrt nach Luxemburg geplant, um dort das Europäische Parlament und die Europäische Investionsbank zu besuchen. Grundsatz und Programm der Trierer Ortsgruppe stimmen mit denen der Dachorganisation überein: „Wir wollen über die Europäische Union informieren und kämpfen gegen den allgegenwärtigen Euroskeptizismus“, heißt es im offiziellen Selbstverständnis.

Nachwuchs gesucht

Wie bei jeder ehrenamtlichen Organisation, herrschen auch bei der JEF Nachwuchsprobleme. Wenn ihr also Lust auf praktische politische Arbeit habt, euch näher mit der EU auseinandersetzen und aktiv mitgestalten wollt, könnt ihr euch unter www.jef-trier.de weiter informieren. Jeden ersten Montag findet auch ein Stammtisch im Bitburger Wirtshaus statt, bei dem ihr euch persönlich über die JEF informieren und mitdiskutieren könnt.