VON MATTHIAS GEUSEN
Ein neues Semester bedeutet für viele Studenten, egal ob Erstis, Uniwechsler, Absolventen oder Abbrecher, einen Ortswechsel. Dieser kann mitunter etwas ausarten.
Bevor an eine Kündigung des Mietvertrages zu denken ist, gilt es, eine neue Bleibe zu finden, die selbstverständlich besser zu sein hat als die bisherige Höhle. Bereits zu diesem Zeitpunkt kann sich Resignation breit machen, denn – oh Überraschung – eine schönere Wohnung will auch schön bezahlt werden. Dabei gilt, je zentraler die Lage und je neuer das Haus, desto mehr klingelt der Geldbeutel.
Es liegt vermutlich in der Natur des Menschen, einen Umzug auch als Gelegenheit zu begreifen, sich zu verändern. Das bedeutet in den allermeisten Fällen ein Großeinkauf beim schwedischen Möbelunternehmen. Und auch hier ist Vorsicht geboten, denn – erneute Verblüffung – der Einkauf, bestehend aus drei Bücherregalen, einem Schreibtisch, zwei Stühlen, einem Esstisch und allerlei Kleinzeug, passt nicht in den Kleinwagen von Mutti. Für diese Fälle der völlig unvorbereiteten Einkäufer bieten Möbelhäuser einen Transportservice. Clevere denken in diesem Moment daran, die Möbel bereits in die neue Wohnung liefern zu lassen. Apropos Veränderung: Die Beseitigung der Malerexperimente des Vormieters können einiges an Zeit und Geld in Anspruch nehmen. Achtung, Frustrationsgefahr! Wer glaubt, auf Farbpaletten im Baumarkt sei Verlass, der irrt. Ganz kühne Köpfe greifen an dieser Stelle zur Abtönfarbe.
Sobald die neue Wohnung renoviert ist, kann es mit dem Umzug losgehen. Was braucht der Umziehende? Klar, einen Umzugswagen, ausreichend Umzugskartons und zahlreiche gut trainierte junge Helfer. Den Transporter mietet man besser zu groß als zu klein. Die fixe Idee, den Helfern bei Ankunft Folie und Kartons zum Einpacken des Haushalts in die Hand zu drücken, stößt übrigens auf Unverständnis. Dies sollte wer umziehen will vor dem Umzug erledigt haben.
Wer alle Widrigkeiten überstanden hat, darf sich trösten. Denn statistisch haben Akademiker unter allen Bevölkerungsgruppen die höchste Mobilität. Es wird somit nicht der letzte Umzug bleiben. Halten wir uns also an den Römer Cicero: „Übung ist der beste Lehrmeister.“
Dorothee Adam-Jager, Frauenbeauftragte des Senats der Universität Trier, im Interview der nu
Nach der Prämierung des Gleichstellungskonzeptes im Jahr 2008 wird die Gleichstellung an der Universität Trier bis 2014 mit 1,4 Millionen Euro durch das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder gefördert.
(nu): Sie sind seit 2004 Frauenbeauftragte des Senats der Universität Trier und wurden im Juli einstimmig in Ihrem Amt bestätigt. Wie sieht ihr normaler Arbeitstag/-woche aus?
Adam-Jager: Auf halber Stelle arbeite ich als Referentin im Frauenbüro und habe zehn Stunden wöchentlich für das Amt der Frauenbeauftragten zur Verfügung. Neben den laufenden Aufgaben, wie der Beantwortung von verschiedenen Anfragen, der Beratung von Frauen, der Leitung und Koordinierung der Aufgaben des Frauenbüros, wirke ich in den universitären Gremien mit und kooperiere mit den einzelnen Abteilungen, Kollegen und Kolleginnen in den Fachbereichen. Ich bereite Entscheidungen der Hochschulleitung, die das Thema Gleichstellung betreffen, vor und nehme an Personalauswahlverfahren teil. Parallel werden Konzepte und in ihrer Umsetzung thematische Arbeitsschwerpunkte und Aufgaben bearbeitet; derzeit die Umsetzung des Professorinnenprogramms.
(nu): Verspüren Sie manchmal noch Vorbehalte gegen die Tätigkeit einer Frauenbeauftragten?
Adam-Jager: Die Institution Frauenbeauftragte ist seit mehr als 20 Jahren an dieser Universität eingeführt und trifft von daher auch auf eine breite Akzeptanz innerhalb der Hochschule. Vorbehalte gegen die Tätigkeit kann es dort geben, wo die Aufgabe der Frauenförderung kritisch infrage gestellt und als zu einseitig betrachtet wird. In der Regel lassen sich aber über geschlechtsspezifische Daten und Fakten solche Vorbehalte korrigieren.
(nu): Haben Sie Erfolgserlebnisse – oder anders gefragt, – macht Ihnen Ihre Arbeit überwiegend Spaß oder sie sie auch frustrierend?
Adam-Jager: Zurzeit sind wir im Rahmen des Professorinnenprogramms mit unserem Gleichstellungskonzept ja gerade recht erfolgreich. Das freut mich und meine Kolleginnen natürlich. Die Arbeit ist aber insgesamt sehr komplex und vielfältig und erfordert eine enge Abstimmung mit vielen Beteiligten. Aufgrund einer für alle durchgängig hohen Arbeitsbelastung ist es einigermaßen schwierig, gemeinsame Termine im größeren Kreis zu finden. Das macht die Arbeit an vielen Stellen mühsam. Außerdem erfordert die Aufgabe an sich einen langen Atem und immer wieder zeigen sich auch unvorhersehbare Probleme.
(nu): Was bedeutet Gleichstellung für Sie?
Adam-Jager: Gleichstellung bedeutet für mich, Benachteiligungen qua Geschlecht, die auch mit anderen Diskriminierungsmerkmalen einhergehen können, langfristig an unserer Universität zu beseitigen. Dazu sind Maßnahmen an unserer Hochschule zu implementieren, die bestehende Hürden und Probleme, vor denen vor allem Studentinnen, Wissenschaftlerinnen und weibliche Beschäftigte stehen, abzubauen. Ziel sollte es letztlich sein, an unserer Hochschule eine in allen Bereichen chancengerechte Struktur zu schaffen, die allen, unabhängig von geschlechtlichen Zuschreibungen, die gleichen Entwicklungsmöglichkeiten im Studium, in der wissenschaftlichen Laufbahn und im Beruf bietet.
(nu): Im vergangenen Wintersemester lag der Anteil der Frauen an den Erstabschlüssen bei 67%. Also alles bestens?
Adam-Jager: Dass wir als eine vor allem geisteswissenschaftliche Hochschule einen so hohen Studentinnenanteil und Anteil an Absolventinnen haben, verwundert zunächst nicht. Dies ändert aber nichts daran, dass wir in einzelnen Fächern auch eine starke Unterrepräsentanz von Studentinnen haben, z. B. in der Informatik, und es ändert auch nichts daran, dass auf allen nachfolgenden Qualifikationsstufen, Promotion, Habilitation und Professur, Frauen unterrepräsentiert sind.
(nu): Was sieht das Gleichstellungskonzept vor, um diese Situation zu verbessern?
Adam-Jager: Das Gleichstellungskonzept zielt darauf, die Anteile von Frauen in wissenschaftlichen Spitzenpositionen zu erhöhen, die Karriere- und Personalentwicklung von Nachwuchswissenschaftlerinnen zu stärken, Studentinnen in Fächern, in denen sie unterrepräsentiert sind, besonders zu fördern und zielgruppenübergreifende Maßnahmen weiterzuentwickeln.
(nu): Wofür werden die Fördergelder aus dem Professorinnenprogramm verwendet?
Adam-Jager: Mit den Geldern aus dem Professorinnenprogramm werden z. B. die Einrichtung eines Master-Nebenfachstudiengangs “Gender Studies” unterstützt, die Begleitung des Übergangs vom Bachelor zum Master geschlechtergerecht gestaltet, das Graduiertenzentrum um frauenspezifische Angebote ausgebaut, die Betreuungsrelation von Studierenden in den einzelnen Fachbereichen und Fächern durch Lehrauftrags- und Tutorienmittel verbessert, die Mittel zur Förderung von Promovendinnen erhöht und die Familiengerechte Hochschule weiter ausgebaut.
(nu): Das Gleichstellungskonzept sieht eine leistungsabhängige Verteilung der Mittel an die Fachbereiche nach erreichtem Anteil an Promotionen von Frauen vor. Heißt das, dass es für die Fachbereiche profitabler ist, Frauen bei Promotionen zu bevorzugen?
Adam-Jager: Es bedeutet, dass diese Mittel des Promotionsfaktors tatsächlich leistungsabhängig, nämlich nach der erreichten Anzahl der Promotionen von Frauen auf der Basis des jeweiligen Dreijahresdurchschnitts, an die Fachbereiche zugeteilt werden. Die Fachbereiche erhalten also je mehr Frauenfördermittel, desto mehr Frauen sie zur Promotion führen. Sie stehen um diese Mittel, im Gegensatz zur früheren Gleichverteilung, in einer gewissen Konkurrenz. Die Universität hat diese Regelung eingeführt, weil nach geltendem Hochschulrecht Erfolge in der Gleichstellung überprüft auch inneruniversitär honoriert werden sollen. Es geht dabei nicht um Bevorzugung, sondern darum, zusätzlich eine größere Anzahl an Promovendinnen zu fördern.
(nu): Wie wird sich die Situation von Frauen an der Universität Trier in den nächsten Jahren entwickeln?
Adam-Jager: Das ist eine spannende Frage. Natürlich hoffe ich, dass sich die Situation insgesamt weiter verbessern lässt. Ein entscheidender Punkt wird es sein, mit dafür zu sorgen, dass der neue erste Abschluss Bachelor Frauen nicht überproportional häufig dazu verleitet, bereits zu diesem frühen Zeitpunkt aus dem wissenschaftlichen Karrieresystem auszusteigen. Das würde all unsere Bemühungen, den Anteil von Frauen auf den nachfolgenden Karrierestufen zu erhöhen, konterkarieren und die bisher erreichten Gleichstellungserfolge ernsthaft infrage stellen.
(nu): Wird die Universität auch in Zukunft noch eine Frauenbeauftragte brauchen?
Adam-Jager: Diese Frage kann ich von der Aufgabe her bejahen, auch wenn sich die Bezeichnung in Gleichstellungsbeauftragte ändern wird. Nachteilsbeseitigung als Querschnittsaufgabe ist ein gesetzlicher Auftrag und somit auf Dauer angelegt. Das nächste Hochschulgesetz wird voraussichtlich den Begriff Frauenbeauftragte in Anlehnung an das Landesgleichstellungsgesetz in Gleichstellungsbeauftragte umwandeln; der inhaltliche Bezug bleibt aber vor allem, wie dort vorgesehen, die Gleichstellung von Frauen. In dieser Frage hat die Universität auch auf Jahre hinaus entsprechende Zielvereinbarungen, z. B. mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft getroffen, die sie erfüllen muss. Zusätzlich arbeiten wir im Feld der Familiengerechten Hochschule konsequent für Mütter und Väter, sowohl bei der Gruppe der Studierenden als auch bei der Gruppe der Beschäftigten. Auch dieser Bereich wird zukünftig weiter ausgebaut werden.
(nu): Vielen Dank für das Gespräch!
Das Gespräch führte Matthias Geusen.
Der Anfang vom Ende der Raucherlaubnis im "Übergang"? -
Nach dem erfolgreichen Volksentscheid in Bayern, macht sich ein Trierer auf, das selbe für Rheinland-Pfalz zu erreichen.
Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum und wofür du bist, das alles findest du im Folgenden
Achtung! Spannung! Trommelwirbel! Das bist du: Auflösung unten quer.
Pro Frage gibt‘s 20% für den jeweiligen Typ.
Wer bist du, und wenn ja, zu wieviel Prozent? Auf zum Selbsttest für Erstis, Zweitis, Drittis,… und alle anderen.
Ab jetzt geht‘s nur noch im Römerexpress zur Uni
Willkommen in Trier? Der Empfang im Trierer Rathaus ist eher verhalten. Tauche ein in die Vorstellung einer herzerwärmenden Begrüßungsparty.
Angelika Birk über ihr Amt, Studentenwohnheime und Stresspegel
Nachdem sich lange Zeit beim Amt des Bürgermeisters in Trier nicht viel getan hatte, wurde am 29 Oktober 2009 die ehemalige Frauenministerin des Landes Schleswig- Holstein Angelika Birk zur neuen Dezernentin des Bereichs Soziales, Jugend, Bildung und Sport gewählt. Am 14. Februar diesen Jahres trat sie ihr neues Amt an. Die nu hat ihr für euch ein paar Fragen gestellt.
Fernöstliche Trommelrhythmen verzauberten Trierer Zuhörer
Es gibt wenige Instrumente, die das Gemüt so sehr bewegen wie der archaische Klang von Trommeln. Die Taiko-Truppe Waraku-kai SHOU hat in einer Vorstellung in der Arena gezeigt, wie Trommelkunst auf japanisch klingt: Mit einem Taiko (jap. „dicke Trommel“) Konzert inspirierten die Musiker rund 200 Zuhörer in der Arena Trier.

Soviel ist sicher, diese Platte sollte bereits jetzt zu den Dauergästen im Plattenkoffer eines (Deep)House Plattendrehers gehören! Absoluter Klassikerstatus! Warum?
